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Palästina - Fragliche Identität


Der von Kaiser Hadrian im Jahr 135 n. Chr. über das Land Israel verhängte Name Palästina sollte die Bindung der Juden (in der Diaspora) an das Land vergessen machen (vgl. Psalm 83). In den Karten und Zeittafeln unserer Bibel überliefert, erfuhr der Name Palästina in der Britischen Man­datszeit eine Neuauflage als Verwaltungsbezeichnung für eine Region, die bis 1922 auch das heutige Jordanien um­fasste. Auch der von König Hussein eingeführte Name 'Westjordanland' für die Regionen Judäa und Samaria nach deren Eroberung durch Jordanien 1948 wurde kritiklos über­nommen. 1992 weigerte sich die israelische Regierung noch, separate Gespräche mit Vertretern der PLO zu führen, um deren Bemühungen um die Schaffung einer eigenen Identität nicht zu unterstützen. Im Oslo Friedensprozess ging es noch um Autonomie. Obwohl ein großer Teil der palästinensischen Araber erst mit der Einwanderung der Juden ins Land kam (Pkt. 1 bis 9), gelang es jedoch mit Hilfe der Medien, den Begriff eines ‚palästinensischen Volkes‘ als politische Waffe gegen Israel zu schmieden (Pkt. 10 bis 16) und mittlerweile hat sich die ständige wiederholte Forderung nach einem palästinensischen Staat in unseren Köpfen festgesetzt.

Zur Demographie Palästinas

1. Die Bevölkerung im Jahr 1882

Die Schätzwerte liegen zwischen 150 000 und 450 000. Nach Michael Wolffsohn: Wem gehört das Heilige Land? lebten zu Beginn der ersten Einwanderungswelle aus Russland im Jahr 1882 etwa 450 000 Menschen im Land, davon 426 000 Araber und 24 000 Juden.
Die demographische Entwicklung Palästinas seit dem Niedergang des Osmanischen Reiches fasste Carl H. Voss, der damalige Vorsitzende des American Christian Palestine Committee, im Jahre 1953 wie folgt zusammmen:
"Die arabische Bevölkerung war klein und begrenzt, bis die jüdische Wiederbesiedlung das Land wieder fruchtbar machte und Araber aus den Nachbar­ländern anzog. Als 1882 die organisierte jüdische Besiedlung begann, lebten weniger als 150.000 Araber im Land. Die große Mehrzahl der Araber in den letzten Jahrzehnten waren vergleichsweise Neuankömmlinge - Neueinwanderer oder Nach­kommen von Personen, die in den vergangenen 70 Jahren nach Palästina eingewandert waren" /Pf/ S.146, aus Voss, Carl H.: The Palestine Problem Today. Israel and Its Neighbours, Boston 1953, S.13
Die Unsicherheit der Schätzwerte ist dadurch bedingt, dass viele Fellachen sich aus tiefem Mißtrauen den Behörden gegenüber nicht registrieren ließen (auch um der Einberufung zum Militär zu entgehen), desgleichen auch viele Juden wegen der hohen Dhimmi-Steuern.

2. Spärliche Reste einstigerBesiedlung

Der Bericht der Königlich-Britischen Palästina-Kommission zitiert aus einer Beschreibung der Küstenebene von 1913: "Die Straße von Gaza nach Norden bestand in einer Art Trampelpfad, der allenfalls im Sommer und auch dann nur für Kamele und Karren passierbar war ... bis [zu dem jüdischen Dorf] Yabna [Yavne] waren nirgends Orangen- und Obsthaine oder Weinberge zu sehen ... Die Häuser bestanden aus Lehm. Sie waren fensterlos ... Es gab nur einfache Holzpflüge ... Die Ernteerträge waren außerordentlich gering ... Die Hygieneverhältnisse im Dorf waren unaussprech­lich. Es gab keine Schulen ... Der westliche Teil, der sich zum Meer hin erstreckt, war sozusagen Wüste ... Hier lagen kaum Dörfer, und wenn, wohnten nur noch wenige Menschen dort. Allenthalben stieß man auf die Überreste früherer Dörfer, die wegen der allgegenwärtigen Malaria von ihren Einwoh­nern verlassen worden waren" /Ba/ S.55-6 (Bericht .. S.233).

3. Überfälle und Entvölkerung

Lewis French, der britische Leiter der Abteilung für Entwicklung dieser Region, schrieb über Palästina: ... So etwas wie öffentliche Sicherheit war ein Fremdwort, und die Fellachen wurden immer wie­der Opfer von Plünderung und Erpressung durch ihre Nachbarn, die Beduinen" /Ba/ S.56 (Bericht S. 259-260), vgl. Palästina-Landerwerb, 10. Die Verelendung der Landbevölkerung. Dgl. bemerkt die Historikerin Joan Peters, dass "örtlich auftretende Gemetzel, Epidemien (Malaria, Gelbfieber), Hungersnöte und Kriege" die Bevölkerung Palästinas fortwährend dezimierten /Pe/ S.152.

4. Ansiedlung verschiedenster Ethnien durch muslimische Herrscher

Aufgrund der ständig abnehmenden Bevölkerung liessen die muslimischen Herrscher in grosser Zahl nichtarabische Arbeiter ins Land kommen. Die Aus­gabe der Encyclopedia Britannica von 1911 berich­tet, dass zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Zusam­mensetzung der Bevölkerung Palästinas ausser­ordentlich heterogen war: Es wurden nicht weniger als 50 Sprachen gesprochen. Ja, gerade zu dieser Zeit wanderten die Mehrheit der palästinensischen Araber ins Land ein -kurz nachdem die Juden ange­kommen waren /Pr/_S.152.
Viele Palästinenser sind Nachkommen der ägypti­schen, sudanesischen, syrischen und libanesischen Wanderarbeiter, die sich zwischen 1830 und 1945 innerhalb der augenblicklichen Grenzen Israels ansiedelten ...
Nach den Eroberungen des Ägypters Muham­mad (Mohammed) Ali (1831-1840) wurden die betreffen­den Gebiete gesichert, indem in unbebauten Gegen­den zwischen Gaza und Tul-Karem bis hinauf in das Hule-Tal Tausende von Ägyptern angesiedelt wurden (vgl. 5.) Die osmanischen Behörden wiederum siedelten nach der Rückeroberung des Landes im Jahr 1841 verschiedene Flüchtlings­gruppen an: nach dem türkisch-russischen Krieg (1878) fliehende Kirkassen (Tscherkessen) aus Bulgarien und Rumänien und Flüchtlinge aus dem Kaukasus. Algerische Flüchtlinge (Mughrabis) lies­sen sich auf der Flucht vor der Eroberung ihrer Heimat durch die Franzosen (1830) in Safed, Tiberias und anderen Teilen Galiläas nieder. Libysche Wanderarbeiter und Flüchtlinge siedelten sich in Gedera an (1884 durch russische Juden der ersten Alijah gegründet). Auch die britischen Behör­den liessen (seit 1919) Wanderarbeiter ins Land kom­men ... Arabische Schwarzarbeiter wurden auch vom relativ schnellen Aufschwung angezogen, der durch die jüdische Einwanderung hervorgerufen wurde und zur Vergrösserung arbeitsintensiver Betriebe (Bauwesen, Landwirtschaft usw.) beitrug. ... syrische Wanderarbeiter (Hauranis, vgl. 7) kamen nach Palästina. [Westliche Reisende] stellten fest, dass sich über 15 arabische Nationalitäten in Jaffa niedergelas­sen hatten, darunter auch Muslime aus Bosnien, Angehörige der Turkvölker, jemenitische Araber (1908) sowie (vor Kriegen und Hungersnot fliehende) Beduinenstämme aus Transjordanien. /Pr/ S.156 (zitiert aus Who Where the 1948 Refugees?, Ariel Center for Policy Research, 4. Februar 2001, zitiert in A Time to Speak, speak@ actcom.co.il).
Der Zuzug ägyptischer Fellachen nach Palästina dauerte bis 1917 an /GK/_Anm. III,50.

5. Arabische Einwanderung zur Zeit des Zionismus

Eine in den Jahren 1943 bis 1947 und 1949 bis 1963 erstellte Studie, in der mehr als 800 Dörfer im westlichen Palästina überprüft wurden, ergab, dass die arabischen Einwohner überwiegend aus anderen Ländern stammten. Dr. Shlomo A. Ben Elkanah, Historiker und Orientalist führt als Beispiel das Dorf Um el-Fahan an Fachm (20 km westlich Hadera), das er 1943 untersuchte: Bei einer Gesamtbevölkerung von 2.800 kamen ca. 900 aus Ägypten, 1.400 aus Hejaz (Saudiarabien) und 500 aus dem östlichen Palästina (heute Jordanien), /Pe/ S.267, Note 102.
Die Bevölkerung von Nablus 'explodierte', als Jordaniens König Hussein zwischen 1948 und 1967 Zehntausende von arabischen Siedlern dort hin­brachte, um die uralte Stadt der Bibel zu arabisieren. Auszug aus Auf unwegsamen Pfaden - von Touristen selten betreten, von David B. Goldberg, M.A., Haschiwa-Die Rückkehr Nr.2/1995
Nachdem mehrere Generationen mit einer paläs­tinensischen Identität indoktriniert wurden, wird dieses Wissen um die eigene Herkunft, soweit es noch in der Familie weitergegeben wurde, aus Furcht vor der politischen und geistlichen Führung versteckt, vgl. /Pe/ S.267.

6. Jüdische Pionierarbeit gefordert

Großsherif Hussein, der Hüter der heiligen islami­schen Stätten in Arabien, sagte: "Die Ressourcen des Landes sind noch völlig unberührt ... Die Rückkehr der Exilanten in ihr Heimatland wird auf den Feldern, in den Fabriken, in Handel und Gewerbe und in anderen Bereichen, in denen Mühe und Arbeit gefordert sind, in materieller wie in geistiger Hinsicht zum Anschauungsunterricht für ihre Brüder geraten" /Ba/ S.58 (aus Al Qibla, 23. März 1918, zitiert in Samuel Katz: Battleground-Fact and Fantasy in Palestine; NY: Bantam Book, 1977, S.128).
In einem Hearing im Dezember 1936 heisst es: "Ohne die jüdischen Entwicklungsbemühungen ... hätte es keine arabische Einwanderung nach Palästina gegeben" /Pf/ S.147 (J. Peters, From Time .., S. 306).

7. Die offizielle Statistik

Die Britische Mandatsverwaltung drückte vor der illegalen arabischen Einwanderung beide Augen zu; (vgl. /Pe/ S. 230ff). Nach einem amtlichen arabischen Bericht aus dem Jahre 1934 betrug die Zahl der von Frühjahr bis Sommer 1934 illegal eingewanderten Araber mehr als die (für den doppelten Zeitraum) von der Mandatsverwaltung genehmigten jüdischen Einwanderungen von 42.359. /Pf/ S.147 (Peters, Joan: From Time Immemorial. The Origins of the Arab-Jewish Conflict over Palestine, New York 1984). Die Anglo-Amerikanische Prüfungskommission stellte fest, dass in dieser Zeit allein zwischen 30.000 und 35.000 Araber aus dem Hauran, einer Gebirgsregion im damaligen Transjordanien, eingewandert waren (A Survey of Palestine, vol. 1, p. 185). Der Britisch-Report hingegen gab die Zahl der insgesamt im Jahr 1934 eingewanderten Araber mit 1.781 an /Pe/ S. 231, Note 52.

8. Für Juden kein Platz mehr

Die Hope-Simpson-Kommission, welche die Ursa­chen der arabischen Aufstände (von 1929) unter­suchen sollte, erklärte 1930, dass die britische Praxis, die unkontrollierte illegale arabische Ein­wanderung aus Ägypten, Transjordanien und Syrien einfach zu ignorieren, zur Folge habe, dass für künftige jüdische Immigranten kein Platz mehr sei /Ba/ S.82 (John Hope Simpson: Palestine: Report on Immigration, Land Settlement and Development; London 1930, S. 126).

9. Der wahre Grund für die Landknappheit

Die Peel-Kommission berichtete im Jahr 1937 dass "die Landknappheit ... weniger darauf zurückzu­führen ist, dass die Juden so viel Land erworben haben, als vielmehr auf den Anstieg der arabischen Bevölkerung" /Ba/ S.83, /Pf/ S.147 (Bericht der Königlichen Palästina-Kommission, S. 242, Detaillierte Protokollauszüge in J. Peters, From Time, S. 302ff).

Die Yale-Studie faßte 1947 dieses Phänomen so zu­sammen: "75% der arabischen Bevölkerung Paläs­tinas sind selbst Einwanderer oder Nachkommen von Personen, die selbst in den letzten 100 Jahren, zum größten Teil aber nach 1922 eingewandert sind" /Pf/ S.146 (Niv, David (Hg.): Know the Facts Jerusalem 1985, S. 62f).

Zum Namen Palästina

10. 'Palästina' sollte die jüdische Identität auslöschen

Der Name Palästina wurde den jüdischen Provin­zen Galiläa, Samaria, Judäa ... durch Kaiser Hadrian nach der Niederschlagung des jüdischen Aufstands unter Bar Kochbar 135 n.Chr. verordnet. Jerusalem wurde in Aelia Capitolina umbenannt /Pf/ S.144: Aelia war der Familienname Hadrians. Die jüdische Identität sollte ausgelöscht werden. Der Name Palästina ist von Philister hebr. Pleshet (vgl. Josua 13, 2) abgeleitet und mit Filistin ins Arabische übertragen.

11. Die Wiederbelebung des Namens Palästina

In der Kreuzfahrerzeit und danach verschwand der Name Palästina für Jahrhunderte und wurde unter Britischem Mandat wieder eingeführt. In osma­nischer Zeit gab es keinen Verwaltungsbezirk Paläs­tina, sondern nur ein Großsyrien /Pf/ S.144.

12. Es gibt kein Palästina in der Bibel

Auni Bey Abdul-Hadi ein führender Vertreter der arabischen Seite, äußerte 1937 gegenüber der Peel-Kommission, die die Teilung Palästinas vorgeschla­gen hatte: "Es gibt kein solches Land [wie Palästina]. 'Palästina' ist ein Begriff, den die Zionisten erfunden haben! Es gibt kein Palästina in der Bibel /*/. Unser Land war jahrhunderte­lang ein Teil von Syrien" /Ba/ S.51 (aus Carl Voss: The Palestinian ..).
Ahmed Shuqeiri, der spätere Vorsitzende der PLO, vor dem Sicherheitsrat: "Jeder weiß, dass Palästina nichts anderes ist als das südliche Syrien" /Ba/ S.51 (aus Avner Yaniv, PLO; Jerusalem; Israel Universities Study Group of Midle Eastern Affairs, August 1974, S. 5.).

13. Es gab kein Palästina in der Geschichte

Professor Philip Hitti, arabisch-amerikanischer His­toriker von der Universität Princeton, erklärte im Jahr 1946 vor dem angloamerikanischen Komitee: "So etwas wie Palästina hat es in der Geschichte nie gegeben" /Ba/ S.50 (aus Jerusalem Post, 2. November 1991).
Aus einer Untersuchung im Jahre 1988 kurz nach der Proklamation eines Staates Palästina: "Eines ist deutlich: Kein palästinensischer Staat hat je auch nur für kurze Zeit in der Vergangenheit existiert. Es gibt auch keine palästinensische Sprache, keine unterschiedene palästinensische Kultur, keine be­sondere Religion in Palästina" /Pf/ S.141 (aus Six millions de Palestiniens ... valeurs actuelles Paris, 26.12.1988, S. 31).

14. Eine 'palästinensische Nation' eine politische Fiktion

Im Juli 1964 wurde die Charta der PLO festgelegt, 1968 wurde sie zu ihrer heute gültigen Fassung (s.u. Kap. 3) überarbeitet. Diese Organisation war als Speerspitze gegen den 'zionis­tischen Feind' Israel gedacht. 1968 erklärte dazu die ägyptische Wochen­zeitung El Mussawar:
"Eine palästinensische Nation ist das Ergeb­nis einer fortschreitenden Planung, da ja die Welt kaum einen Krieg von hundert Millio­nen Arabern gegen eine kleine Nation gut­heißen würde" /Pf/ S.140 (aus E. Livneh, S. Katz, Will Appeasement Lead to Peace? New York, o.J., S. 10)

15. Die fiktive palästinensische Identität

"Die Aussage, daß die Palästinenser Araber und ein integrierender Bestandteil der arabischen Nation seien, leitete Wasser auf die Mühlen der Israelis. Man mußte also eine besondere Identität der Palästinenser hervorheben und eine ihnen eigene Nationalität herausarbeiten. Dies hat zuerst Nasser begriffen. Trotz seines Panarabismus in anderen Bereichen seiner Politik, trieb er die Palästinenser dazu, sich unter der Fahne einer einzigen Organi­sation, der PLO, zu vereinigen, und so brachte er die 'Sache des palästinensischen Volkes' auf die Tagesordnung" /Pf/ S.140 (aus Fereydoun Hoveyda [ein aus dem Iran stammender Politiker], Que veulent les Arabes? Paris 1991, S.25).

16. Ein palästinensischer Staat als Waffe gegen Israel

In einer entwaffnenden Offenheit hat 1977 ein führender Vertreter der PLO, Zuheir Mohsen, den genau kalkulierten Mißbrauch zugegeben, der mit dem Namen Palästina getrieben wird:
"Ein palästinensisches Volk gibt es nicht. Die Schaffung eines palästinensischen Staates ist ein Mittel zur Fortsetzung unseres Kampfes gegen Israel und für die arabische Einheit. Da Golda Meir die Existenz eines palästinensischen Volkes leugnet, behaupte ich, daß es ein solches Volk gibt und daß es von den Jordaniern zu unterscheiden ist. Doch in Wirklichkeit gibt es keinen Unterschied zwischen Jordaniern und Palästinensern, Syrern und Libane­sen. Wir alle gehören zum arabischen Volk. Nur aus politischen und taktischen Gründen sprechen wir von der Existenz einer palästinensischen Identität, da es im nationalen Interesse der Araber liegt, eine separate Existenz der Palästinenser dem Zionismus gegenüberzu­stellen. Aus taktischen Gründen kann Jordanien, das ein Staat mit festen Grenzen ist, keinen Anspruch auf Haifa und Jaffa erheben.
Dagegen kann ich als Palästinenser Haifa, Jaffa, Beerscheba und Jerusalem fordern. Doch sobald unsere Rechte auf das gesamte Palästina wiederher­gestellt sind, dürfen wir die Vereinigung Jordaniens mit Palästina keinen Augenblick mehr verzögern"
/Pf/ S.141, aus W. Roxan, Israel und die Palästinenser, Darmstadt 1978, S.66.
Arafat, (seinerzeit) Führer der PLO seit 1968, erklärte wiederholt, dass `er Araber ist in einem arabischen Land´, das ist (bzw. war seinerzeit) der Libanon und das bedeute, dass er durchaus berechtigt ist, den Kampf gegen Israel vom Libanon aus zu führen.
Salah Khalaf, Abu Iyyad genannt und Zweiter in der Kommandostruktur der Fatah, fügte hinzu, dass `die Strasse nach Jerusalem [Quds] durch das [maronitische] Jouniya geht und durch Oyoun es-Simaan´ in der Region Matn. Für Abu Iyyad gehörte die Eroberung des ganzen christlichen Norden des Libanon zu den vorrangigsten Kriegszielen Palästinas. Der frühere Weg von Amman nach Jerusalem hatte sich mit den Ereignissen des `Schwarzen September´ 1970 in Jordanien als Fehlkalkulation erwiesen. König Hussein hatte die `Palästinensierung´ von ganz Jordanien verhindert, indem er die bewaffneten palästinensichen Organisationen zerschlug, die faktisch einen `Staat im Staat´ im haschemitischen Königreich errichtet hätten.
Mordechai Nisan, The Conscience of Lebanon: A Political Biography of Etienne Sakr (Abu-Arz) (London: Frank Cass, 2003) S. 24]

 

17. Auch Israel ...


Die sich ständig weiter verbreitende Annahme eines palästinensischen Volkes wurde von der israelisch­en Gesellschaft von Mitte bis Links übernommen. Es sei Shimon Peres, der derzeitige Staatspräsident zitiert: „.. Es ist ja vielmehr so, dass Israel als erster Staat die Palästinenser als Volk anerkannt und mit ihnen über einen Palästinenserstaat gesprochen hat. Im Beschluss der Vereinten Nationen hieß es, es solle einen israelischen und einen arabischen Staat geben, nicht einen palästinesischen.“
Interview der Süddeutschen Zeitung vom 2. Januar 2008

 

18. Jesus der Jude in der Ideologie der PA

Aus "Haschiwa"- Die Rückkehr, Nr. 3/

Trotz der Christenverfolgung in islamischen Ländern rund um die Welt, versuchen die Palästinenser für ihre eigene immer wieder selbstverschuldete Misere auch bei Christen Mitleid zu erwecken.

Sie gehen aber zu weit und schaffen einen krassen Widerspruch. Obwohl der Koran Jesus in keiner Weise als den darstellt, der er im Neuen Testament und im Christentum ist, behaupten sie, er wäre Palästinenser gewesen. Das ist eine Beraubung der über zwei Milliarden Christen, die durch primitive Phrasen getäuscht werden sollen.

Das Leben und die Lehre Jesu entsprechen grundsätzlich nicht den Lehren des Islam. Die Evangelien, die bedeutend älter sind als der Koran, beschreiben seine jüdische Abstammung. Über seinen Geburtsort steht auch „zu Bethlehem im jüdischen Lande" (Matth. Z, 1.5).

Der nachfolgende Artikel enthält einige Beispiele diesesMissbrauchs in den arabischen Medien.

-HHG

- Ausschnitte vom Palestine Media Watch Bulletin, 6. Juli 2006

Von Itamar Marcus and Barbara Crook


Eine Karikatur in der heutigen Al Quds zeigt einen Palästinenser und einen Iraki, die am gleichen Kreuz gekreuzigt wurden. Es ist ein verbreitetes palästinensisches Thema, welches man in Texten sowie in Karikaturen findet, das Palästinenser mit Jesus gleichsetzt.

Historischer Revisionismus der Palästinenser

Die Veränderung der Geschichte ist das Rückrat des palästinensischen politischen und akademischen Verhaltens, indem man versucht, eine abgegrenzte „palästinensisch-arabische" Geschichte und Identität für sich zu erschaffen, die sich von der allgemeinen arabischen und islamischen Geschichte unterscheidet. „Palästinensische" Araber sind eine neue Erfindung, vor dem Beginn des PLO-Terrors im Jahr 1965 gab es sie nicht. Zum Beispiel wurden in der UN-Resolution 149 aus dem Jahr 1948 die Flüchtlinge nicht „palästinensische Flüchtlinge" genannt, was sich auf eine nationale Identität bezöge. Man nannte sie „Palästina-Flüchtlinge", was sich auf das Gebiet bezieht, von dem sie kamen.

Jesus war Palästinenser, die Palästinenser sind Jesus

Ein Aspekt dieses Versuchs, eine palästinensische Geschichte zu erschaffen ist, Jesus, der christlichen Schriften zufolge ein Jude (Judäer) war und im Land Judäa (Israel) lebte, als einen Palästinenser darzustellen. (In Wirklichkeit wurde der Landesname erst 136 nach Jesu Tod zu Palästina geändert, weil die Römer so die Verbindung der Juden zum Land Israel zerstören wollten.)

Jesus wurde von den Palästinensern sogar als erster palästinensischer Märtyrer für Allah bezeichnet, wobei auf Jesus islamische Theologie angewendet wurde, die sich erst Jahrhunderte später entwickelte.


Es folgen einige Bespiele, die Jesus als einen Palästinenser kenntlich machen sollen:

1.„Wir dürfen nicht vergessen, dass der [Jesus] Messias, Friede sei mit ihm, ein Palästinenser und der Sohn von Maria, der Palästinenserin ist, die von hunderten Millionen Gläubigen weltweit verehrt wird." (Al-Hayat Al-Jadida, 18.11.05)

2.„Es war ganz natürlich, dass sich die Palästinenser erhoben, um ihre Heilig-tümer [in Nazareth] zu retten, ohne dass jemand dachte, es gäbe einen Unterschied zwischen Christen und Muslimen ... denn in der Lage der Palästinenser sind der Herr Messias [Jesus] und seine Mutter [Maria] beide Galiläer und Palästinenser ..." (Al-Hayat Al-Jadida, 09.03.06)

3.„Das palästinensische Dorf Kfar Kana in Galiläa ist stolz auf die Tatsache, dass in diesem [Dorf] der palästinensische Messias Wasser in Wein verwandelte." (Al-Hayat Al-Jadida,14.12.04)

Jesus wird gleichermaßen als Schahid (Märtyrer für Allah) bezeichnet:

4. „ ... Und ein Kind vom De'haischa-Flüchtlingslager wird rufen: 'Ja, wir haben gewonnen, genau wie die Propheten und [Jesu] Apostel gewannen' und die Schahids werden schreien:
'Wir schwenkten die Palmenwedel für Mutter Erde, für die Herrin der Völker, die Jungfrau Maria, und für ihren Sohn, den ersten palästinensischen Schahid.'" (Al-Hayat Al-Jadida,17.01.05)

Wie Jesus den Palästinensern gleichgesetzt wird, werden umgekehrt die Palästinenser Jesus gleichgesetzt:

5. „Muhammad [Al Dura, ein Kind, das durch Schüsse aus ungeklärter Quelle getötet wurde] ... ein winziger, schlafender Jesus ..." (AIQuds, 25.05.01)

6. Bei einem Kultur-Programm im palästinensischen TV zeigt ein palästinensischer Künstler israelische Soldaten, die Jesus gefangen nehmen und erklärt dazu, dass Jesus die Palästinenser symbolisiert: „Unser jetziger Kampf gegen die andere Seite ist ein ewiger. Man kann sagen, dass er vor 2000 Jahren begann und bis heute anhält. Ich demonstriere dies durch die Person Jesus ... Die israelischen Soldaten tragen Armeeuniformen, während Jesus nichts hat, als die Wahrheit. Als sie ihn am Eingang nach Jerusalem durchsuchten, fanden sie einen Stein, ein Stück Brot und einen Fisch und nahmen ihn fest. Das ist der Palästinenser, vom Beginn des Kampfes an bis zum Ende." (PA TV, 21.07.00)

Die palästinensisch-islamische Tradition eignet sich Jesus unrechtmäßig an, wodurch das Bild der Kreuzigung ein palästinensisches Symbol wird, was wiederum gebraucht wird, um sich selbst und andere Muslime als Opfer Israels darzustellen.


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/Ba/ Bard, Mitchell G.Behauptungen und Tatsachen-Der israelisch-arabische Konflikt im Überblick, Hänssler 2002
/info sog. Musha -Land, s. Info Pal~Landbesitz/
/Pr/ Randall Price: Unheiliger Krieg-Amerika, Israel und der radikale Islam, Schwengeler, CH, 2002
/Pe/ Peters, Joan: From Time Immemorial-The Origins of the Arab-Jewish Conflict Over Palestine, Harper&Row, NY, 1984
/Pf/ Rudolf Pfisterer: Israel oder Palästina, R.Brockhaus 1992
/GK/ Gudrun Krämer: Geschichte Palästinas, C.H. Beck, 2002
/ * / Die Karten im Anhang verschiedener neuerer Bibelausgaben sind konsequenterweise nicht mehr mit 'Palästina' zur Zeit des Alten bzw. Neuen Testaments

Nahost-Friedensprozess-Historie-Jesus in der PA_Stand ES 04.01.08

ViSdP: Deutsch-Israelische Gesellschaft-Arge München, Egon Schneider; D-81604 München, PF 800452

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© 2007 DIG Muenchen - Letzte Änderung: 7. Jan 2008