Home      Termine & Co      Wirtschaft & Politik      Nahostkonflikt      Presse      Links      Impressum           
Home / Nahostkonflikt / Nahostkonflikt Medien / Die Al Aksa-Intifada


Die Al Aksa-Intifada

Die Inszenierung

Die Visitation des Tempelbergs am 28. Sept. 2000 durch den damaligen Oppositionschef Ariel Sharon ermöglichte den ihn begleitenden Archäologen die Schäden für die Relikte des zerstörten Tempels im Bereich von Salomons Ställen in Augenschein zunehmen, welche durch die nicht genehmigten Bauarbeiten bzw. Ausschachtungen des Wagf entstanden waren. Vier Tage zuvor war der Besuch mit PA-Sicherheitschef Jibril Rajoub abgesprochen, die die Moscheen ausschließende Route übermittelt sowie die etwa halbstündige Besuchszeit am frühen Morgen.

Hamas rief jedoch am 27. September dazu auf, den Besuch Sharons zu verhindern

„Die Juden haben unmissverständlich erklärt, dass sie die Eroberung Jerusalems mit der heiligen Al Aksa Moschee fortsetzen werden.Offensichtlich werden die Pläne, die Al Aksa Moschee zu zerstören und den sogenannten Jüdischen Tempel an ihrer Stelle zu errichten nicht länger nur von einer kleinen extremistischen Gruppe geteilt, wie manche bisher meinten. ...[Anm.: im Jahr 1929 führten ähnlich lautende Gerüchte zum Pogrom an den Juden Hebrons] Wir rufen unser Volk auf, am morgigen Donnerstag zur Al Aksa Moschee zu kommen und den Terroristen Sharon daran zu hindern, die Moschee und das Gelände zu betreten und seinen Versuch, es zu entweihen und dabei keine Opfer scheuen. Lasst Massen von Menschen zu Wort kommen und alle Pläne der aggressiven Juden vereiteln und alle Vereinbarungen und Projekte zurückweisen, die unser Volk und unsere nationalen Rechte in Jerusalem, an Al Aksa und den anderen Heiligtümern unterminieren.“

Die Fatah rief am 6. Oktober in Nablus dazu auf „den Tag des Zorns auf das ganze Land auszudehnen“ und dabei „alle nicht organisierten Aktionen zu vermeiden“

In einem Interview mit der arabischen Zeitung Al-Hayat Al-Jadida vom 7. Dezember 2000 erklärte Sakher Habash vom Fatah-Zentralkommittee, dass die im Volk aufgestaute Wut über die seit anderthalb Jahren hinausgeschobene Unabhängigkeit zur Al Aksa Intifada geführt habe um die palästinensische Position in den (Camp David-) Verhandlungen zu stärken und dass der provokative Besuch Sharons auf dem Tempelberg nur der auslösende Funke gewesen sei. Quelle: www.mfa.gov.il/mfa/go.asp?MFAH0jcb0 (Israel ministry of foreign affairs) 22.feb.2001

Die Vorbereitungen

Suche nach dem Schuldigen-Rolle beim Ausbruch der Unruhen bleibt unklar, SZ 7.März 01

... Palästinenser und viele internationale Beobachter waren sich bisher einig darüber, dass der damalige Oppositionschef mit seinem Besuch auf dern Jerusalemer Tempelberg die Palästinenser zu ihrem spontanen Aufstand provoziert hat. Inzwischen ist Scharon Premierminister und aus der spontanen Erhebung sind fünf Monate Dauerkampf geworden. Mehr als 400 Menschen starben bereits.

Ausgerechnet ein Palästinenser erteilte Scharon nun Absolution: Der palästinensische Minister für Kommunikation, lmad Faludschi, behauptete am Wochenende bei einer Rede vor palästinensischen Flüchtlingen im Libanon, nicht Scharon habe den Aufstand provoziert, sondern dieser sei vielmehr von den Palästinensern nach dem Scheitern des Nahostgipfels von Camp David Ende Juli 2000 sorgfältig geplant worden. Details nannte Faludschi nicht. Aber es reichte, um Empörung bei der palästinensischen Führung hervorzurufen und den Israelis zu bestätigen, was sie ohnehin schon immer gewusst haben wollten. Israels Armeechef Schaul Mofas sagte, es sei bekannt, dass die Palästinenserführung damals das Signal für den Aufstand gegeben habe. Mitglieder der Fatah hätten von Palästinenserpräsident Jassir Arafat persönlich die Erlaubnis erhalten, die Gewalt auszuweiten. ...

Die Saat des Hasses

Fernsehaufnahmen: Palestinenser bereiten Kinder auf Krieg gegen Israel vor

J e r u s a l e m - Im palaestinensischen Fernsehen werden seit mehreren Jahren Kinder auf den Heiligen Krieg (Jihad) gegen Israel vorbereitet. Dies belegen Filmdokumente, die von der Organisation „Friede fuer Generationen“ (Shalom L´Dorot) aufgenommen wurden und im Internet zu sehen sind.

So zeigen die Aufnahmen Bilder der palaestinensischen Sendung „Kinderclub“ aus dem frei empfangbaren Fernsehen. Kinder, meist noch im Vorschulalter, singen in dieser Sendung Lieder ueber ihr zukuenftiges Leben als „heilige Maertyrer“, die ihr Leben im Jihad gegen Israel opfern wollen.

Ein Maedchen, mit einem Mikrofon in der Hand, schreit in die Kamera: „Wir werden uns hingeben und alle Maertyrer werden! Ich werde meine Seele opfern und sie dem Jihad geben. Ich sehe schon jetzt meinen Tod, aber ich gehe schnell auf ihn zu!“ Die Moderatorin der Kindersendung kommentiert den Ausruf mit den Worten: „Bravo, Bravo, Bravo!“ Weitere Filmdokumente, die in einer palaestinensischen Schule und in Jugendcamps der Palaestinensischen Autonomiebehoerde (PA) gemacht wurden, zeigen Jungen, die ihre Mitschueler und Freunde zur „Revolution bis zum Sieg“ aufrufen. Alle sollen „an der Gerechtigkeit und im heiligen Krieg gegen Israel“ mitarbeiten.

Die Aufnahmen belegen, sagt ein Sprecher, dass die palaestinensische Bevoelkerung in grossen Teilen keinen Frieden mit Israel anstrebe. Dies wird zudem in Dokumenten deutlich, die von PLO-Chef Yasser Arafat aufgezeichnet wurden. (ad)

Quelle: Israelnetz.de Newsletter vom 09.03.2001 12:40 Uhr. Die zehnminuetigen Originalaufnahmen im Internet: http://www.israelnationalnews.com/english/radio/ram/eng-video/jihad-80.ram



„Es gibt keine Alternative zur Zerstörung Israels“ so der Titel eines Schulbuches in der PA für die 6. Klasse mit dem Klappentext „Der jüdische Anspruch auf Palästina ist die größte Lüge der Geschichte.“ Der 2. Band der Reihe stellt fest: „Wahrscheinlich brachte Allah die Juden in unser Land um sie zu vernichten wie bei ihrem Krieg gegen Rom.“

„Die Toten werden nicht auferstehen bevor die Palästinenser die Juden getötet haben... Alle Abkommen mit Israel sind nur provisorisch...“ (eine Freitagspredigt im PLO Fernsehen, 28. Juli und 28. August 2000). Eeine andere Predigt vom Tempelberg vom 8. September 2002 stellte fest: „Palästina – heilges muslimisches Land – darf nicht geteilt werden, weder mit Haifa, Nablus, Jerusalem oder Nazareth. Es wäre Verrat, auf irgendeinen Teil von Palästina zu verzichten.“

Oslo ist eher ein Fuß in der Tür als ein Friedensabkommen auf Dauer, solange der Aufstand sein Ziel von 1965 nicht erreicht hat [vom Jordan bis zum Mittelmeer],“ erklärte Shahin, PLO-Kabinettsmitglied (zitiert in Al-Ayam, 30. Mai 2000, Quelle: The Palestinian Incitement that Preceded the Wave, Arutz Sheva, 2. Oktober 2000.

Die Erfahrung des Südlibanon

Schon am 14. Juli 2000 (also drei Tage nach Beginn von Camp David) bemerkte „ein für Sicherheitsbelange“ zuständiger Politiker der Palastinensischen Autonomie gegenüber Kul Al-Arab

„Das palästinensische Volk ist für den Fall des Scheiterns von Camp David vorbereitet. ... Die nächste Intifada wird heftiger sein als die erste, denn wir besitzen jetzt Waffen, die uns eine Konfrontation mit der israelischen Armee erlauben. Die Erfahrung der Vertreibung der israelischen Besatzer aus dem Südlibanon [gemeint ist der überstürzte Abzug der Israelis Anfang d.J. unter Barak] gibt dem palästinensischen Volk Mut und stärkt den Kampfgeist.“

Quelle: www.mfa.gov.il/ siehe auch

MEMRI The Middle East Media Research Institute

palestinian media watch



© 2007 DIG Muenchen - Letzte Änderung: 8. Jan 2008