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ENT-TÄUSCHUNGEN NACH OSLO

Auszug aus: Gabriel A. Goldberg: VON FALSCHEN FRIEDENSPROPHETEN VERFÜHRT, "Hashiwah-Die Rückkehr, Nr. 3/2006


Behauptungen-Prognosen-zur Landabgabe wurden inzwischen von der Wirklichkeit eingeholt. Die Warnungen von Politikern, Sicherheitsexperten, Rabbinern und christlichen Geistlichen sind immer noch aktuell. Sie bleiben hier unerwähnt. Die Tatsachen sollen eine umso deutlichere Sprache sprechen.


BEHAUPTUNG: In einer Rede vor der Knesset am 09.09.93 verspottete der damalige Außenminister Shimon Peres die Landabgabe-Gegner: „Alles, was sie den ganzen Tag lang tun, ist, zu warnen, dass Katjuscha-Raketen auf Aschkelon fallen werden. Würden sie mir sagen, warum dann keine Raketen von Aqaba nach Eilat abgeschossen werden?"

TATSACHE: Katjuscha-Raketen fielen am 19.08.05 auf Eilat. Sie wurden von Jordanien aus abgeschossen und landeten etwa 15 Meter vom Flughafen Eilat entfernt. Und Aschkelon ist zu einem bevorzugten Ziel geworden. Kassam-Raketen werden regelmäßig auf diese Stadt abgeschossen, wovon manche sogar im Stadtzentrum landen.


BEHAUPTUNG: Israels ehemaliger Ministerpräsident Yitzhak Rabin sagte: „Sie versprachen uns Katjuscha [-Raketen] aus Gaza ... es gab keine einzige Katjuscha und es wird auch keine Katjuschas geben" (The Jerusalem Post, 20.06.95).

TATSACHE: Über 1000 Kassam-Raketen wurden in den letzten Jahren (Anm.:bis Sommer 2006) von Gaza aus auf israelische Ziele abgefeuert, 700 davon alleine seit der Landabgabe im August 2005 .


PROGNOSE: Danny Yatom, ehemaliger Mossad-Chef (Sicherheitsdienst) und gegenwärtig Mitglied der Arbeiterpartei der in der Knesset herrschenden Koalition, wies Warnungen über potentielle Angriffe zurück: „Vor dem Rückzug aus dem Libanon warnte uns der Geheimdienst auch, dass Katjuschas Hadera erreichen würden ... ich schätze, dass ... nachdem wir den Gazastreifen verlassen haben, der Terrorismus abnehmen, nicht zunehmen wird" (Maariv, 05.02.04).

TATSACHE: Zweieinhalb Jahre später brach Krieg aus mit libanesischem Raketenbeschuss vom Norden. Das Heimatfront-Kommando befahl israelischen Bürgern bis Tel Aviv in erhöhter Alarmbereitschaft für Raketenangriffe zu sein. Tel Aviv liegt 50 km südlich von Hadera, das in Reichweite der Hisballah-Waffenarsenale liegt und auch getroffen wurde.

In den ersten sechs Tagen der momentanen Krise allein wurden 1500 Raketen auf Israel abgeschossen, 25 Israelis getötet und über 500 verwundet, der Großteil davon Zivilisten. Bei jeder Raketenexplosion wurden tausende Metallkugeln vom Inneren der Rakete in alle Richtungen verstreut, die das Blutbad unter den Zivilisten maximieren sollten.

Über 1,5 Millionen Israelis wurden angegriffen, Hunderttausende drängten sich bei drückender Hitze in Bunkern zusammen; 6000 Häuser wurden getroffen; wie die Schulen wurden auch alle nicht lebensnotwendigen Geschäfte geschlossen. Unter den getroffenen Städten waren Afula, Carmiel, Hadera, Haifa, Kirjat Schmonah (930 Mal), Naharija, Rösch Hani-kra, Safed, Tiberias, der nördliche Teil Nazareths und viele mehr.

PROGNOSE: Shaul Mofaz, Vize-Ministerpräsident, ehemaliger Verteidigungsminister und Angehöriger der Kadima-Partei, sagte am 02.07.04: „Ich erwarte, dass das Ausmaß an Terror nach der Landabgabe, und wenn pragmatische, arabische Sicherheitskräfte die Kontrolle übernommen haben, sinken wird" (ArutzSheva).

TATSACHE: Die Zahl der Raketenangriffe durch die Terrorgruppen Hamas und Islamischer Dschihad hat sich seit der Landabgabe etliche Male vervielfacht. Außerdem findet man die Pragmatiker in Gaza nicht. Die radikal-islamische Hamas gewann die kürzlichen Wahlen.


Nahost-Friedensprozess-Interna-Ent-Täuschungen_Stand ES 07.10.07

ViSdP: Deutsch-Israelische Gesellschaft-Arge München, Egon Schneider; D-81604 München, PF 800452

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© 2007 DIG Muenchen - Letzte Änderung: 8. Jan 2008