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Home / Nahostkonflikt / Nahostkonflikt Interna / Chronik zur Situation arabischer Christen in der PA seit 1997


CHRONIK ZUR SITUATION ARABISCHER CHRISTEN IN DEN GEBIETEN DER PALÄSTINENSISCHEN AUTONOMIE SEIT 1997

zusammengestellt aus Nachrichten/internen Mitteilungen.

Quellen: Süddeutsche Zeitung; KHALED ABU TOAMEH; Jerusalem Post; AsiaNews-Italy; Arutz Sheva www.israelnationalnews.com; Compass Direct; www.Israelnetz.de Newsletter; Ulrich W. Sahm, Jerusalem; Israelische Botschaft; World Net Daily; Nachrichten aus Israel (NAI) www.israelheute.com; Internationale Christliche Botschaft Jerusalem www.icej.org.il

s.a. Info Verträge > Islamische Toleranz > Rückgang der christlichen Bevölkerung

20.April 2007 - Muslimischer Landdiebstahl in Bethlehem?

Mitglieder einer muslimischen Bande sind unter dem Verdacht verhaftet worden, Land- und Eigentumsurkunden vom Bethlehemer Bezirksgericht gestohlen zu haben. Die Dokumente gehören hauptsächlich christlichen Familien aus Bethlehem, die in den USA und Lateinamerika leben. Ein christlicher Geschäftsmann erklärte: „Sie stehlen unsere Häuser fast jeden Tag. Wir glauben, dass die Verdächtigen Hilfe von einigen palästi­nensischen Sicherheitskräften hier erhalten haben.“ Der Diebstahl wurde entdeckt, als Mitarbeiter des Gerichts sich darüber beschwerten, dass Akten in Fällen, in denen es um Eigentum an Grundstücken und Häusern geht, verschwunden wären. Zunächst ging die Polizei davon aus, dass es sich um Diebe von außen handelte. Weitere Untersuchen ergaben jedoch, dass die Akten von Mitarbeitern beiseite geschafft wurden. Drei Gerichts­angestellte und fünf Grundstücksmakler wurden verhaftet. „Das Phänomen gefälschter Grundstücksurkunden existiert in Bethlehem seit fast 15 Jahren“, erklärte der Gouverneur von Bethlehem Salah Ta´mari. „Wir haben Versuchen widerstanden, die Ermittlungen zu behindern und wir sind entschlossen, unsere Bemühungen mit aller Kraft fortzusetzen.“ Es ist das erste Mal, dass die PA gegen Landdiebstahl in Bethlehem vorgeht, ein Problem, das insbesondere die christliche Minderheit plagt (ICEJ Nachrichten vom 20.04.07).

15.April 2007 - Bomben auf christlichen Buchladen und zwei Internetcafés in Gaza

Drei Explosionen haben am frühen Sonntagmorgen (15.4.) Gaza-Stadt erschüttert und zwei Internetcafés sowie einen christlichen Buchladen beschädigt. Es wurde niemand verletzt, und keine der Terrororganisationen im Gazastreifen hat sich zu den Anschlägen bekannt, die um etwa 3.00 Uhr Ortszeit stattfanden, so palästinensische Sicherheitsbeamte.

Der sichtbare Schaden an allen drei Einrichtungen ist beträchtlich. In dem Buchladen sind in Folge der Explosion zahlreiche Bücher verbrannt.

Der Laden wird von amerikanischen Protestanten, die unter dem Namen „Bibelgesellschaft“ bekannt sind, unterstützt.

Für mehrere ähnliche Anschläge auf Internetcafés und Musikgeschäfte in den vergangenen Wochen, hatte eine wenig bekannte extremistisch-islamistische Organisation, die sich selbst „Schwerter der Wahrheit“ nennt, die Verantwortung übernommen. Ob diese Gruppe auch für die Anschläge vom Sonntagmorgen verantwortlich ist, kann noch nicht gesagt werden.

In den vergangenen Monaten wurden auf etwa drei Dutzend Internetcafés und Geschäfte, die Popmusik verkaufen, Anschläge verübt. Hierbei wurden nachts außerhalb der Geschäfte Bomben gezündet. Diese richteten Sachschaden an, verletzt wurde jedoch niemand. Palästinensische Sicherheitsbeamte vermuten ein geheimes ‚Sittendezernat‘ militanter Muslime hinter den Anschlägen. (Israelische Botschaft vom 16.04.07, Ha‘aretz, 15.04.07).

7.April 2007 – Dhimmi-Status

Gegenüber der Süddeutschen Zeitung erklärte die deutsche evangelische Kirchengeschichtlerin Petra Held, die in Jerusalem der „Ökumenischen Theologischen Forschungsgemeinschaft“ vorsteht, zu den jüngsten Erklärungen der deutschen katholischen Bischöfe, dass diese auch auf der falschen Einschätzung von Äusserungen palästinensischer Christen basierten.

Deren Status unter den Muslimen sei immer noch der von Dhimmis, die zu ihrem eigenen Schutz zur absoluten Loyalität gegenüber den muslimischen Herrschern verpflichtet seien und für ihre Lage die „israelische Besatzung“ verantwortlich machten.

Die vor zehn Jahren auf Veranlassung der Verwaltung der muslimischen Heiligtümer (Wagf) erfolgte Übernahme von zwei Räumen des griechisch-orthodoxen Teils der Grabeskirche sowie der Bau von unmittelbar an die Grabeskirche angrenzenden Toiletten sei immer noch Status quo. (Aus 'Heikle Quelle',Süddeutsche)

25.Jan 2007 – 'In 15 Jahren keine Christen mehr in Bethlehem'

Zum Exodus der arabischen Christen kam es infolge der zunehmenden Übergriffe von Muslimen in den letzten Monaten. Die Christen wandten sich jetzt erstmals an die Öffentlichkeit. Früher fürchteten sie die Anschuldigung der Kollaboration mit Israel und die Rache ihrer Nachbarn.

Samir Qumsiyeh ist einer der wenigen Christen, die bereit sind zu reden trotz zahlreicher schon erhaltener Todesdrohungen und trotz einer kürz­lichen Brandbombenattacke auf sein Haus. Samir Qumsiyeh ist Inhaber des in Beit Sahur (Bethlehem) ansässigen Shepherd-TV-Senders. Er prognostiziert, dass in 15 Jahren in Bethlehem keine Christen mehr leben würden.

Qumsiyeh hat mehr als 160 Übergriffe auf Christen in seiner Umgebung in den letzten Jahren dokumentiert.

Diebe hätten es auf die Häuser von Christen abgesehen. Großer Landbesitz von Christen sei in den Griff einer „Landmafia“ geraten. Vor kurzem sei ein Mönch auf brutale Weise behandelt worden, als er versuch­te, muslimi­sche Männer daran zu hindern, Land von Christen aus Beit Sahur in Besitz zu nehmen.

In Karkafa, einem Vorort südlich von Bethlehem, hätten Fuad und Georgette Lama eines Morgens festgestellt, dass Muslime des Nachbarortes ihr 6 Dunam großes Grundstück eingezäunt hatten. Diese wären in Begleitung eines Anwalts und eines Vertreters der Palästinensischen Autonomiebehörde gekommen.

Ein ehemaliger Sicherheitsoffizier der PA habe den beiden seine Hilfe angeboten. Sie gaben ihm 1000 $. Er habe nichts erreicht. Alle Oliven­bäume seien zerstört und das Land in Parzellen aufgeteilt worden. Der 72-jährige Fuad Lama, der eine Herzoperation hinter sich hat, sei geschlagen und mit Waffen bedroht worden, als er die Eindringlinge aufforderte, sein Land zu verlassen. Seitdem lebe er in einem Trauma und habe Sprach­schwierig­keiten, sagte seine Ehefrau Georgette.

Nach vergeblichen Vorstellungen bei Bethlehem's PA-Behörden hätten sie auf ihren Brief hin die Zusage von Abbas erhalten, den Fall untersuchen zu lassen, ohne dass bisher etwas geschehen sei. Beunruhigend sei zudem, dass sie nicht die einzigen Betroffenen seien. Sie nannten drei andere christliche Familien, deren Land ebenfalls von Muslimen geraubt worden sei.

Die Fuads wollen weiter kämpfen. Auch wenn die Briefe an Mahmoud Abbas nichts bewirkt hätten und ihre an Kirchenführer, an den Vatikan und an europäische Regierungen gerichteten Klagen ohne Echo geblieben seien.

Ein christlicher Geschäftsmann, der nicht genannt werden wollte, meinte dass sich die Lage der Christen in Bethlehem seit der Übergabe der Stadt an die Palästinensische Autonomiebehörde im Jahr 1995 verschlechtert habe. Er wolle nicht alle Muslime beschuldigen, doch würden die Christen als leichte Beute angesehen (Quelle: KHALED ABU TOAMEH; Jerusalem Post; Jan 25, 2007)

1.Sept 2006 - Besitzer eines christlichen Senders in Bethlehem bedroht
Samir Kumsie, der Gründer von Al-Mahed-TV (zu Deutsch "Geburtsstadt-TV") in Bethlehem, dem einzigen privaten christlichen Sender in den palästinensischen Gebieten, wird seit einiger Zeit bedroht und soll damit eingeschüchtert werden. Vergangenen Donnerstag warfen Unbekannte Molotow-Cocktails in den Garten seines Hauses, nur ein Beispiel auf einer langen Liste von ähnlichen Vorfällen. (Vision für Israel, aus: AsiaNews-Italy)

21.April 2006 - vom Terror vertrieben

Rund 1.000 christliche Araber haben in der jüngsten Vergangenheit über­wie­gend von Arabern bewohnte Gebiete aufgrund des islamischen Terrors und wegen Schikane verlassen, so die Nachrichtenagentur Reuters. Beispielsweise wurden Christen von Moslems zusammengeschlagen, man ent­wurzelte ihre Olivenbäume und hinterließ Graffitis, auf denen Nonnen ver­gewaltigt wurden. Am schlimmsten betroffen war die christliche Gemeinde in Bethlehem, wo auch der Tourismus seit Beginn des Osloer Krieges gegen Israel stark zurückgegangen ist. (Vision für Israel, aus: Arutz-Sheva)

31.März 2006 - Bewaffnete Männer setzen christlichem TV ein Ende

Bewaffnete Palästinenser haben einen christlichen Privatsender in Beth­lehem zerstört. Hamdi Farraj, der Chef von Shepherds‘ TV (Hirten-TV) gab bekannt, dass solange keine Sendungen ausgestrahlt würden, bis sich seine Mitarbeiter wieder sicherer fühlten. Der verstorbene Jassir Arafat hatte mehrfach angeordnet, dass der Sender, welcher immer wieder über die Korruption in der PA berichtet hatte, geschlossen werden sollte. (Vision für Israel, aus: Jerusalem Post)

16.März 2006 - Bibelzentrum in Gaza nach Drohungen geschlossen

Die palästinensische Bibelgesellschaft hat ihr Zentrum und ihren Buchladen in Gaza-Stadt nach einer Bombendrohung zeitweilig geschlossen. Maskierte, bewaffnete Unbekannte hatten vergangenen Monat auf dem Palästinenserplatz in Gaza-Stadt Flugblätter verteilt, in denen sie damit drohten, das Gebäude, in dem die Bibelgesellschaft untergebracht ist, zu sprengen, wenn es nicht bis zum 28.2. geschlossen würde. Das Zentrum der Bibelgesellschaft in Bir Zeit im Westjordanland war vergangene Woche angegriffen worden. Dabei zerstörten die Terroristen Fenster und versuchten, die Studenteneinrichtungen in Brand zu setzten. Das Zentrum in Bir Zeit wird geöffnet bleiben. Der Leiter, Filmon, bat um Gebet für die Ar­beit und den Schutz des Teams. (Vision für Israel, aus: Compass Direct)

25.Dez 2005 – Christen weichen der moslemischen Mehrheit Bethlehem's

Von Tzvi Ben Gedalyahu. Bethlehem's Christliche Bevölkerung ging in den letzten fünf Jahren um 10 % zurück, und Muslime bilden jetzt die Mehrheit in der Stadt, in der die Christen einst die Mehrheit, Ziel von Gewalttätigkeiten seitens der Muslime geworden sind.

Mahmoud Abbas, Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, besuchte Bethlehem am Samstag zur Zeit der Mitternachtsmesse und nutzte die Feiertage als eine Gelegenheit, an die Christenheit zu apellieren, die Sicher­heitsbarriere, die Bethlehem vom Süden Jerusalem's trennt, zu brandmarken.

Vertreter der Kirchen aus dem Ausland schlossen sich Abbas an, und der Erzbischof von Westminster, erklärte den Gottesdienstbesuchern, dass die Bürger Bethlehem's mit der Barriere „in schlimmster Weise allein gelassen wurden“. Kardinal Cormac Murphy-O'Connor appellierte an Israel „statt Mauern Brücken zu bauen“ und machte Israel für die politische Situation verantwortlich, sodass die Christen gezwungen seien, dass Land ihrer Geburt zu verlassen und ins Ausland zu gehen.“

Mit keinem Wort wurde die Besetzung der Geburtskirche vor drei Jahren durch arabische Terroristen erwähnt, als diese Nonnen und Priester als Geiseln hielten und das Gebäude plünderten. Ein Dokument, das die Israe­lis fanden, belegt, dass die Terroristen, die in die Kirche eingedrungen waren, von den Behörden Bethlehem's Unterstützung durch Geld forderten.

Donnerstag vergangene Woche besetzten Al Aqsa Märtyrer Brigaden Dienststellen der PA nahe der Kirche für mehrere Stunden und verließen diese erst, als ein Zusammenstoß mit den bewaffneten Einheiten der PA drohte.

Christen sind scharenweise mit dem Übergang der Souveränität auf die PA geflohen, aus Gründen der Sicherheit. 3000 Menschen sind seit dem Ausbruch des Oslo-Krieges im Jahr 2000 geflohen.

Vor zehn Jahren ersetzte Arafat den mehrheitlich christlichen Stadtrat durch einen von Muslimen dominierten Rat. Vor der Staatsgründung Israels 1948 betrug der christliche Bevölkerungsanteil der Stadt 90%. Unter muslimischem Einfluss wurden die Christen eine Minderheit von weniger als 20%.

In Bethlehem liegt auch das für Juden ehrwürdige Grab ihrer Stammmutter Rachel, das für Besucher nur nach strengen Sicherheitskontrollen zugänglich ist.

Die PA proklamiert Religionsfreiheit, aber für muslimische Prediger sind Juden und Christen Feinde.

In einer Erklärung des PA-Informationsministerium heißt es: „Das palästi­nensische Volk wird auch durch die Gesetze der[islamischen] Scharia regiert..., und jeder Muslim, der [konvertiert] oder erklärt, er sei ein Ungläubiger geworden, hat eine der schwersten Sünden begangen und ist der Todesstrafe verfallen....“

Antichristliche Ressentiments in der PA ... Im vergangenen September terrorisierten Hunderte von bewaffneten Muslimen die christliche Stadt Taibe in Samaria, ließen Häuser und Autos in Flammen aufgehen und zer­störten eine für Katholiken heilige Statue (Arutz Sheva).

25.Feb 2006 – Gleiche Rechte nicht für 'sektiererische religiöse Gruppen'

Ramallah(inn) - Der Vorsitzende der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mahmoud Abbas nach dem Wahlsieg der Hamas:

„Palästinensische Bürger mit muslimischem oder christlichem Glauben haben nach dem Gesetz dieselben Rechte“, sagte Abbas am Samstag in Ramallah bei der Antrittsrede des neuen Parlamentes, das mehrheitlich von der radikal- islamischen Hamas gestellt wird.

Abbas bat die Hamas darum, die neue Regierung zu bilden, warnte jedoch zugleich davor, die christliche Minderheit anzugreifen. Dies werde er nicht dulden. Eines der Hauptziele der neuen Regierung sei es, „alle heiligen Stätten, ob christlich oder muslimisch, zu schützen“.

A l l e r d i n g s  s e i  e s   k e i n e r  r e l i g i ö s e n  G r u p p e  e r l a u b t,  „s e k t i e r e r i s c h“  z u  a r b e i t e n. Dies berichtet die christliche Nachrichtenagentur „BosNewsLife“.

Vor über einer Woche hatten militante Palästinenser in Gaza-Stadt Flugblätter verteilt, auf der sie mit der Sprengung der christlichen Buchhandlung der palästinensischen Bibelgesellschaft (PBS) drohen.

Die PBS müsse ihre Aktivitäten im Gazastreifen bis zum 28. Februar einstellen, warnte das Blatt. Die PBS gibt humanitäre Hilfe in Palästinen­sergebieten und verteilt Bibeln.

„In der Zeit der schlimmsten Waffen-Kämpfe, gelang es unseren Teams, die Familien in Gaza zu erreichen“, heißt es in einer Stellungnahme der Gesellschaft. „Wir haben viele Briefe erhalten, in denen uns für unsere Arbeit hier gedankt wird. Viele haben in dieser Zeit des Aufruhrs nach Bibeln gefragt. Hauptschwerpunkt unseres Dienstes bleiben die Kinder- Projekte.“ Die PBS besuchte im vergangenen Jahr etwa 50 palästinensische Schulen. „Wir haben ein Lächeln auf die Gesichter der Kinder gebracht, die während des Terrors und der Gewalt sehr gelitten haben.“ Vor wenigen Tagen veröffentlichten die Fatah und der „Islamische Dschihad“ ein Flugblatt, auf dem Angriffe auf das EU-Büro „und Kirchen in Gaza“ angekündigt werden. Anlass war die Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen in einer dänischen Zeitung vor vier Monaten.

Zuvor hatte der lutherische Bischof für die Palästinensergebiete, Munib Jounan, die Christen aufgerufen, auch angesichts des Wahlsieges der Hamas ruhig zu bleiben. „Wir rufen das palästinensische Volk – besonders die Christen – auf, nicht in Panik zu verfallen und voreilig Schlüsse zu ziehen, sondern standfest zu bleiben“, so der palästinensische Christ.

„Wir müssen jetzt mehr denn je ein aktiver, integraler Bestandteil des Volkes sein und als Christen Zeugen für Gerechtigkeit sein, Instrumente des Friedens und Diener der Versöhnung.“

Es leben etwa 50.000 Christen im Westjordanland, Gazastreifen und in Ostjerusalem. Sie machen weniger als zwei Prozent der palästinensischen Bevölkerung aus. Nach dem Sieg der Hamas bei den palästinensischen Parlamentswahlen am 25. Januar befürchten viele von ihnen, in Bedrängnis zu geraten. (Sächsische Isrelfreunde, Quellen:Israelnetz.de Newsletter vom 21.02.06, Arutz-Sheva )

17.Mai 2004 - Christen fliehen aus Bethlehem

Jerusalem, 06.05.2004 – Der Krippenplatz vor der Geburtskirche in Bethlehem heißt jetzt „Omar-Platz“, entsprechend der Omar-Moschee gegenüber der Geburtskirche, wo gemäß der Tradition die Krippe Jesu stand. Über zehntausend Christen (exakt 10.754) haben seit der Ankunft Arafats in Bethlehem, einen Tag vor Weihnachten 1994, die palästinensischen Gebiete verlassen. Moslems verdrängen zunehmend die Christen aus der Geburtsstadt Jesu. Als Bethlehems christlicher Bürgermeister Chanan Nassar heimkehrte von einer Visite bei Arafat, wo er sich über Grabschändungen, Morde und Überfälle beschwerte, musste er erst einmal sein brennendes Auto löschen.

Diese Angaben stammen von zwei namentlich nicht genannten Christen, die seit 1994 Buch führen zum Zustand der Christen in den Palästinensergebieten. Ihren Report haben sie anonym nach Israel geschmuggelt, wo das israelische Militär eine „vertrauliche“ Zusammenfassung schuf. Die wurde israelischen Ministern und dem lateinischen Patriarchen vorgelegt. „Unter der Hand“ gelangte sie auch an die KNA in Jerusalem. Die darin enthaltenen Details über Christenverfolgungen, Morde, Vergewaltigungen und Friedhofsschändungen entsprechen voll den Informationen, die christliche Sprecher immer wieder der KNA mitgeteilt haben. Mangels konkreter Bestätigungen und umfassender Berichte wurden sie nie veröffentlicht.

Der lateinische Patriarch bestätigte nach mehrmaligen Anfragen der KNA eine Abwanderung von etwa 2000 Christen, spielte aber die Bedeutung herunter. Eine „Flucht“ von über zehntausend Christen entspricht voll dem „Eindruck“ bei Gesprächen mit Christen in der Gegend von Bethlehem, wurde aber von den Kirchen dementiert. Patriarch Sabbah weigerte sich, zu dem neuen Report Stellung zu nehmen.

Gemäß der Zusammenfassung des Reports wuchsen die Spannungen zwischen Christen und Moslems wegen der Stärkung islamistischer Strömungen.

Problematisch sei das soziale Gefälle zwischen wohlhabenden Christen und eher ärmlichen Moslems. Den Christen wurde vorgeworfen, mit Israel „kollaboriert“ zu haben, weil sie sich nicht aktiv an der Intifada beteiligten. Das Chaos in den Palästinensergebieten führte zu einer Zunahme der Überfälle auf Christen. Mindestens drei bekannte Christen wurden ermordet. Gleichzeitig litten die Christen unter einem wirtschaftlichen Niedergang wegen dem Ausbleiben von Touristen.

Dennoch gerieten die Spannungen „nicht völlig aus der Kontrolle“, wegen Arafats Rücksicht auf die christliche Minderheit. Aber es wurden Friedhofsschändungen verzeichnet, physische Überfälle auf führende Christen, Zerstörung und Brandschatzung christlicher Läden, Beschlagnahme von Grundstücken ausgewanderter oder gestorbener Christen, darunter sogar Grundstücke der Orthodoxen Kirchen. Christliche Frauen seien beleidigt worden. Christliche Mädchen „verschwanden“. Für Christen gespendete Hilfs­gelder aus dem Ausland wurden beschlagnahmt und an Moslems verteilt.

Weiter heißt es in dem vertraulichen Report, dass die Christen über Israel empört seien, weil im Rahmen des Kampfes gegen den Terror unschuldige Christen und ihr Eigentum zum Opfer gefallen seien. Die Zäune und Mauern in Abu Dis bei Jerusalem und entlang der Grenze zu Bethlehem würden die enge Verflechtung der Christen aus Bethlehem mit den Gemeinden in Jerusalem empfindlich treffen. Die im Bau befindliche Mauer beim Grab der Erzmutter Rachel werde von den christlichen Gemeinschaften gar als „Todesstoß“ empfunden. Christen in Bethlehem und Bethanien befürchten, von Israel abgespalten zu werden.

Beigefügte Statistiken ergeben, dass im Januar 1994, wenige Tage nach der Übergabe Bethlehems an die palästinensische Autonomiebehörde genau 49.654 Christen in den palästinensisch-kontrollierten Gebieten im Westjordanland und in Gaza lebten. Seitdem hätten 10.754 Christen diese Gebiete verlassen, etwa die Hälfte von ihnen seit Ausbruch der Al-Aqsa-Intifada im September 2000. Allein in Bethlehem, der größten Konzentration von Christen, sank deren Zahl von 29401 auf nur noch 23.659.

(Sächsische Israelfreunde, Quelle: Ulrich W. Sahm uws Jerusalem)

19.Jan.2004 – Scharia in der PA-Verfassung

Nach Auskunft des Journalisten David Bedein im FrontPageMagazine.com hat die palästinensische Autonomiebehörde (PA) eine Verfassung auf der Grundlage der Scharia, dem Recht im Koran, offiziell angenommen. Danach unterstehen dann alle Menschen, die unter der Regierung der PA leben, dem islamischen Recht. Bedein schreibt, dass in den letzten drei Jahren der Intifada Hunderte von Christen, die in den von der PA regierten Gebieten leben, verhaftet und ins Gefängnis gesperrt wurden, weil sie ohne amt­liche Erlaubnis Gottesdienst oder andere christliche Zusammenkünfte abge­halten haben. Einige der Christen wurden 2002 aus dem Gefängnis entlas­sen, als die IDF die Kontrolle über zuvor von der PA beherrschte Gebiete übernahm, was ihre Lebensbedingungen aber nur geringfügig erleich­terte. Sie versuchen nun in Israel vorerst unterzutauchen und ihre Familien aus den von der PA kontrollierten Städten herauszuholen und zu emigrieren. Bedein traf sich mit einem dieser Häftlinge und schreibt: „Er sagt mir, dass seine Familie in Bethlehem die christlichen Feiertage unter den wach­samen Augen der islamischen Religionspolizei der PLO nicht öffentlich begehen kann. Schließlich ist das Gebiet um Bethlehem die einzige Gegend, wo zur Zeit die PLO-Armee operiert. Dieser ehemalige Häftling beschrieb ebenfalls, wie das von den USA finanzierte öffentliche palästinensische Schulsystem islamisiert wird“. Die PA-Verfassung beginnt damit, dass das Territorium des „Staates von Palästina“ eine „in den Grenzen vom 4. Juni 1967 unteilbare Einheit ist.“ Es heißt dort auch: „Alle Einwohner dieses Territoriums sollen ausschließlich dem palästinensischen Recht unterste­hen.“ Artikel 5 der PA-Verfassung lautet: „In Palästina ist Arabisch die offizielle Landessprache und der Islam Staatsreligion. Christentum und andere monotheistische Religionen sollen in gleicher Weise geachtet und respektiert werden.“ Artikel 7 erklärt: „Die Prinzipien der islamischen Scharia sind eine wichtige Quelle für die Gesetzgebung.“ Länder im Mitt­leren Osten wie Saudiarabien und der Iran, in denen die Scharia als isla­misches Recht gelten, machen den Christen das Leben recht schwer. „Unter der Scharia als islamischem Recht gelten Christen als ‚Dhimmis‘, was sie in der Realität zu Bürgern zweiter Klasse macht. In der PA ist ein ähn­licher Trend vorhanden. Die Medien halten sich zurück mit einer Feststel­lung wie der, dass heute weniger als 5% der Einwohner von Bethlehem der Geburtsstadt Jesu, noch Christen sind – anders als vor 35 Jahren als die Christen der Stadt noch die Mehrheit ausmachten. Der Exodus der Christen hat in den letzten zehn Jahren unter der Palästinensischen Autonomie in dramatischer Weise zugenommen. (Vision für Israel, aus: Arutz-Sheva)

2.Jan 2004 - Christenfreie Zone

Ihr habt die Fernsehbilder über die Weihnachtsfeiertage gesehen: Israe­li­sche Soldaten patrouillierten durch Bethlehem. Ihr habt gehört, wie die Juden für die Unruhen in der Stadt Davids - dem Geburtsort Jesu - beschul­digt wurden. Die christliche Bevölkerung im Gebiet der Palästinen­sischen Autonomiebehörde (PA), die einst 20 % der Region ausmachte, ist auf 2,4 % gesunken. Es gibt weniger als 50.000 arabische Christen, die in diesem Gebiet wohnen. Im Jahre 1948 lebten in Bethlehem noch 80 % Christen. Heute sind es 80 % Muslime. Wohin sind die Christen gegangen? Viele von ihnen bevorzugen ein Leben in Israel, anstatt unter der Herr­schaft von Arafat und seinen Freunden von der Hamas und dem Islamischen Dschihad zu leben. Tatsache ist, dass das Leben so ziemlich überall bes­ser wäre als dort. Diejenigen, die die Möglichkeit dazu hatten, sind gegangen. Diese massive Widerspiegelung von ethnischer Säuberung und von Bevölkerungsabwanderung wurde von der PA vollkommen verschleiert und durch die internationalen Medien verdeckt. Was noch schlimmer ist: Israel wurde dafür die Schuld gegeben. Seit Arafat die Verwaltung der palästi­nen­sischen Gebiete übernahm, ist der Anteil der christlichen Bevölkerung von 15 auf 2 % abgesunken. Christen werden eingeschüchtert und vertrie­ben. Sie werden belästigt und ermordet. Sie werden vergewaltigt. Sie wer­den systematisch verfolgt. So sieht das Leben für Christen in Bethlehem und anderen ehemals christlichen Städten im Westjordanland aus. Wenn diese Leute vor der israelischen Unterdrückung fliehen würden, warum haben sie dann die Gebiete verlassen, nachdem die Israelis sie verlassen hatten? (Vision für Israel, aus: World Net Daily, 20.12.03, Auszug aus einem Artikel von Joseph Farah)

17.Jan 2003 - Verfolgte christliche Konvertiten

Zwei Brüder, ehemalige Bewohner des Gebietes der PA, die vom Islam zum Christentum übertraten, sind nun in Israel. Sie haben auf diese Weise Zuflucht vor möglicher "Todesstrafe" gefunden. Aber die Frage ist: "Für wie lange?" WorldNetDaily.com berichtet, dass einer der Brüder, Nasser Salam, ein aktives Mitglied von Arafats Fatah-Organisation war, als er sich bekehrte, was zu seiner Verhaftung und zu Folter führte. Einer der Brüder steht vor der Todesstrafe, aber irgendwie konnten sie auf das der israelischen Gerichtsbarkeit unterstehende Gebiet flüchten und haben nun eine für 30 Tage gültige Aufenthaltserlaubnis. Die US-Senatorin Jo Ann Davis und die Religious Freedom Coalition [Bündnis für religiöse Freiheit] rufen Israel dazu auf, ihnen Asyl zu gewähren, zumindest solange, bis weitere Vorkehrungen für eine Ausreise getroffen werden können. Die Fatah-Terror-Organisation hat die Brüder der Kollaboration mit Israel angeklagt, eine Anklage, die meist in öffentlichem Lynchmord endet. Ihre Schwester ist wahrscheinlich schon ermordet worden, da man von ihr seit der Ankunft der Brüder in Israel nichts mehr gehört hat. Seit Beginn des Oslo-Krieges sind über 60 solcher Araber getötet worden und die PA hat mindestens fünf weitere hingerichtet. Der Vorsitzende der Religious Free­dom Coalition sagte: "Es ist eine weithin bekannte Tatsache, dass Juden in islamischen Ländern verfolgt werden, aber wenig Aufmerksamkeit wird der Tatsache gewidmet, welchen Preis Moslems, die zum Christentum konvertieren, bezahlen müssen. Der Preis ist oft der Tod." (Vision für Israel, aus: Arutz-Sheva)

20.Dez.2002 – Christen in Bethlehem

...Gegen führende christliche Vertreter, an deren Spitze der Bürgermeister Bethlehems, Hana Nasser stand, wurden Flugblätter verteilt, in denen diese der Kollaboration mit Israel bezichtigt wurden. Auf die Flugblattaktion folgten konkrete Taten. Zwei Aktivisten der christlichen Gemeinschaft wurden durch Angehörige der Tanzim-Milizen angeschossen und verletzt, die sie der Kollaboration mit Israel bezichtigten.

...Die Haltung der Palästinenser zu den Christen erreichte ihren Höhe­punkt während der Militärmaßnahme "Schutzschild" im April 2002, als palästinensische Terroristen die Geburtskirche in ihre Gewalt nahmen. Dort verschanzten sie sich in dem Wissen, dass Israel davon absehen wür­de, in diese heilige Stätte einzudringen. Die Terroristen wurden nach langen Verhandlungen evakuiert, und 13 von ihnen fanden in europäischen Ländern Aufnahme. (Quelle: Israelische Botschaft)

20.Mai 2001 – Tanzim gegen Beit Jala

Der israelische Rundfunk berichtete vergangene Woche über die Frustration der Einwohner von Bethlehem und Beit Jala [von Christen bewohnter Ort westlich von Bethlehem] wegen der Terrorherrschaft von [Arafats] Tanzim-Milizen. In Beit Jala wurden Flugblätter mit den Namen bewaffneter Tanzim verbreitet, die gewalttätige Reaktionen der Israelis provozierten [durch Beschießung des Jerusalemer Wohnviertels Gilo von Stellungen in der Nähe von Kirchen in Beit Jala]. (aus Arutz-Sheva)

7.März 2001 – Vandalismus auf christlichen Friedhöfen

General-Major Yaakov Orr berichtete dem Knessetausschuss für Auswärtiges und Verteidigung , dass der Vandalismus auf christlichen Friedhöfen in den PA-Gebieten zunimmt. Orr zufolge haben etwa 50 Familien allein aus Beit Sahour (Ort östlich von Bethlehem) während des letzten Monats versucht, auszuwandern. (aus Arutz Sheva)

25.Okt 2000 - Hunderte christliche arabische Familien fliehen aus PA-Gebieten

Seit dem Ausbruch der Gewalttätigkeiten in der Westbank und dem Gaza­strei­fen haben Hunderte christliche arabische Familien mit Unterstützung des israelischen Außenministeriums und ausländischer Botschaften ihre Heimat verlassen. In einigen Fällen schickten die Botschaften Autos, um die Familien in ihren Häusern in Ramallah, Gaza, Nablus und Tulkarm abzu­holen, gewährten Ehepartnern und Großeltern Pässe und boten finanzielle Hilfestellung oder Flugtickets zur Ausreise aus Israel an. In vielen Fäl­len lockerten die Botschaften die Bestimmungen und gewährten Pässe, auch wenn nur ein Ehepartner Bürger ihres Landes war, um bei der Ausreise zu helfen. In einer Rede forderte ein moslemischer Prediger in einer Moschee in Gaza nach den Gebeten die Palästinenser auf, Israelis und Christen anzugreifen. Kurz darauf wurde eine Gruppe Christen in Gaza attackiert. Israelische Sicherheitsbeamte sagen, dass die Palästinensische Autonomie nicht zufällig Beit Jala zum Mittelpunkt der Gewalt gemacht hat, sondern mit der Absicht, die christliche Bevölkerung in den Konflikt hineinzu­zie­hen. Mit diesem Schritt hofft sie, dass sie internationale Unterstützung und Israel Kritik ernten wird, wenn auf Zivilisten geschossen wird. (Vision for Israel, aus: Jerusalem Post)

Januar 2000 – Beschlagnahmung

Die palästinensische Autonomiebehörde beschlagnahmt die russisch-orthodoxe Kirche in Jericho. (aus Arutz Sheva)

3.März 1999 – Verfolgung wegen Glaubens

Der damalige US-Senator Connie Mack berichtet dem Senat über seinen Besuch in Israel: „Bei einem privaten und heimlichen Treffen mit Christen, die wegen ihres Glaubens verfolgt wurden... Ein von der Polizei der Autonomiebehörde verhafteter Mann wurde geschlagen und an den Händen stundenlang an der Decke aufgehängt. Ihm wurde vorgeworfen, Land an Juden verkauft zu haben. Sein Sohn sagte, der Vater sei arm und besitze überhaupt kein Land. Er sei in Haft genommen worden, um ihn daran zu hindern, mit anderen Menschen über seinen Glauben zu reden. (aus Arutz Sheva)

Juli 1997 – Kloster in Hebron

Paramilitärische Einheiten der Palästinensischen Autonomiebehörde dringen in ein Kloster in Hebron ein, schlagen und drängen Mönche und Nonnen heraus, wobei sie fünf Mönche und drei Nonnen verletzen. Die Zionistischen Organization von Amerika berichtet, dass jüngst zwei US-Gerichte christlichen Arabern aus der PA Asyl gewährten, weil sie bei ihrer Rückkehr mit Verfolgung wegen ihres Glaubens rechnen müssten. (aus Arutz Sheva)

Juli 1997 - Wir sind Feiglinge

und unsere Kirchenführer sind Lügner. Sie erzählen den internationalen Medien, dass wir gut mit den Muslimen zusammenleben. Dabei verstecken sie ihre Kreuze, sobald sie Muslime sehen, um nicht angepöbelt zu werden. Sie haben sich den Muslimen in deren Kampf gegen Israel angebiedert und nun richten sich diese gegen uns ...(jugendliche arabische Christen in Jerusalem). (NAI,Juli 1997)

Juli 1997 - Kauft nicht bei Christen

In dem arabischen Ort Turan in Galiläa wurde bei einem Angriff durch Muslime ein Gottesdienstbesucher getötet und Autos von Christen angezündet. In den Moscheen wird verkündet: „Kauft nicht bei Christen.“ In Turan lebten bisher 7200 Muslime und 1800 Christen friedlich nebeneinander. (NAI,Juli 1997)

Juli 1997 - Christen sind Götzendiener

In Bethlehem stören Muslime immer häufiger die Gottesdienste der Christen, indem sie rufen: „Miyeh, Miyeh, Islamiyeh“, was heißt, dass dieser Ort einmal ganz muslimisch wird. Muslime boykottieren die Läden der Christen. Vom Minarett hören sie, dass Christen Götzendiener seien.(NAI,Juli 1997)

Juli 1997 - Druck auf christliche Geschäftsleute

Seitdem Arafat die von den geistlich-muslimischen Führern erhängte Todesstrafe für den Landverkauf an Nichtmuslime anerkannte, erhöhte sich auch der Druck auf christliche Inhaber von Immobilien. So sind von den zahlreichen lukrativen Geschäften im christlichen Viertel der Altstadt Jerusalems nur noch 23 im Besitz von arabischen Christen.(NAI,Juli 1997)

April 1997 - Grabeskirche

Der von den Türken 1852 festgelegte Status quo zwischen Christen und Muslimen wurde am 9.April 1997 von den letztern buchstäblich durchbrochen, als letzere bei Nacht von der Khanka-Salahieh-Moschee, die direkt neben der Grabeskirche liegt, (und deren Komplex vordem zur Grabeskirche gehörte), eine Wand durchbrachen und zwei Räume, die griechisch-orthodoxen Priestern gehörten, ausräumten um die Eingangshalle der Moschee zu erweitern. Die Tür zur Grabeskirche hin mauerten sie zu und errichteten als zusätzliche Provokation direkt an der Mauer zur Grabeskirche hin Toiletten.

Eine Ortsbesichtigung durch Polizei und Presse und die Anordnung eines Baustops durch die Jerusalemer Stadtverwaltung kommentierte der Scheich der Moschee mit den Worten : „Die Israelis haben keine Vollmacht, uns zu stoppen. Nur Allah kann uns aufhalten.“ (NAI,Mai 1997)



Nahost-Friedensprozess-Historie-Palästina-Christen-Chronik_Stand ES 30.04.07

ViSdP: Deutsch-Israelische Gesellschaft-Arge München, Egon Schneider; D-81604 München, PF 800452

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